Land der Schlösser, Herrenhäuser und Gutshäuser

Die Mecklenburgische Seenplatte ist das Land der Schlösser, Parks und Gutshäuser. Eine Kulturlandschaft mit nahezu 100 herrschaftlichen Anwesen, die für Urlauber als Hotels, Museen oder Künstlerrefugien offen stehen.

Landschaftsprägend sind vor allem Dörfer mit ihrem Ensemble aus Gutshaus, kleinem Park, Alleen, Dorfkirchen, historischen Stall- und Wirtschaftsgebäuden. Malerisch eingebettet in Wiesen, Weiden und Felder sind sie die Fixpunkte bei ausgiebigen Landpartien mit Stopps bei Hofläden und Gutscafés und musikalisch-literarischen Veranstaltungen.


Schlösser

Die Schlösser in Bützow, Hohenzieritz, Mirow und Güstrow beherbergten Herzöge und Witwen, erlebten Kriege und Wiederaufbau. Letzteres blieb dem Neustrelitzer Schloss verwehrt, dafür rahmen den Schlossgarten noch einige historische Gebäude. In Schloss Rheinsberg erlebte Friedrich II seine glücklichsten Jahre. Der spätere Preußenkönig besuchte ab und zu seine Nachbarn, die er liebevoll die Mirokesen nannte.


Guts- und Herrenhäuser

Östlich der Elbe entwickelte sich mit Beginn des 12. Jh. eine in Europa einmalige Kulturlandschaft. Der Mecklenburgische Adel erhielt in dem armen Landstrich große Flächen zur Bewirtschaftung. Die weiten Felder und darin eingebetteten Gutsdörfer mit Gutshaus, Wirtschaftsgebäuden, Wohnbauten, Park und Kirche sind Relikte dieser Zeit. Besonders in der Mecklenburgischen Schweiz sind diese Strukturen noch gut sichtbar. Nach 1945 erfolgte die Enteignung. Den Gutshäusern wurde damit ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen. Mit viel Herzblut alter und neuer Besitzer erwachen viele Häuser aus dem Dornröschenschlaf und öffnen sich den Urlaubern. Stilvoll, naturnah und manchmal etwas verrückt – je nach Bewohner.


Zeitzeugen

Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz: In Neustrelitz sind Stadtbibliothek, Dauerausstellung zur Landesgeschichte und Forschungszentrum zur Region vereint. Kinder entdecken die Region spielerisch bei Workshops und Führungen.
Fallada in Carwitz: Hans Fallada, geschätzter Erzähler und legendärer Lebenskünstler „Kleiner Mann was nun“ fand in der Feldberger Seenlandschaft zu sich, zur Familie und zum Schreiben. Die Märchen „Geschichten aus der Murkelei“ entstanden hier. Das bildhübsche Haus in Carwitz ist heute Museum (Audioguide für Kinder).
Schliemann in Ankershagen: Der Troja-Entdecker Heinrich Schliemann wuchs in Ankershagen auf. In seinem Elternhaus beleuchtet eine Ausstellung sein Leben und Wirken. Für Kinder gibt es ein extra Spielzimmer. 
Fritz Reuter in Stavenhagen: Das Geburtshaus des Mundartdichters ist heute Literaturmuseum und Start der 34 km langen Reuter-Radtour über die Gutsdörfer der Ostpeene.
Burg Stargard: Die um 1236 erbaute Burganlage beherbergt heute ein Museum, Kraut- und Wurzgarten und eine Gewandschneiderei und bietet den Besuchern einen einmaligen Blick in das Leben im Mittelalter.